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COPD und Corona: Was COPD Erkrankte w├Ąhrend der COVID-19-Pandemie beachten sollten

COPD und Corona Symptome

COPD und Corona - ein Thema, das viele Betroffene seit dem Beginn der COVID-19 Pandemie im Fr├╝hjahr 2020 nachhaltig bewegt. Die Fragen drehen sich dabei immer wieder um dieselben Dinge: Um den richtigen Umgang mit Hygieneschutzma├čnahmen, um Vorbehalte gegen├╝ber dem h├Ąufig als unangenehm empfundenen Tragen der OP- oder FFP 2-Maske und nicht zuletzt um die n├Âtige Risiko-Nutzen-Abw├Ągung einer Corona-Impfung.

Angesichts dieses doch recht komplexen Themas ist die Unsicherheit gro├č. Gern m├Âchten wir hier ein wenig Unterst├╝tzung geben und insbesondere ├Ąlteren COPD-Patienten in Sachen "COPD und Corona" mit den nachfolgend zusammengetragenen Informationen helfen, die aktuelle Situation gut zu meistern.

COPD - Was ist das ├╝berhaupt?

Die Abk├╝rzung COPD (engl. "Chronic Obstructive Pulmonary Disease") meint eine auch als chronisch-obstruktive Lungenerkrankung bezeichnete, permanent atemwegsverengende Gesundheitsst├Ârung. Betroffen sind vor allem ├Ąltere Raucher, wobei die Krankheit auch Menschen befallen kann, die in Gegenden mit st├Ąrkerer Luftverschmutzung leben. Trotz intensiver Forschung konnte eine konkrete Ursache f├╝r die Entstehung von COPD bis heute nicht gefunden werden; warum einige Menschen betroffen sind, w├Ąhrend andere nicht an COPD erkranken, ist also unbekannt.

Im klinischen Befund zeigt sich bei COPD im Regelfall eine Verkn├╝pfung aus chronischer Bronchitis und einem sogenannten Emphysem, einem ├╝berm├Ą├čigen oder an ungewohnter Stelle zu findenden Luftvorkommen. Betroffene haben mit einer st├Ąndigen Entz├╝ndung und Verengung der Atemwege zu k├Ąmpfen. Da bei Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung durch eine teilweise ├ťberbl├Ąhung nicht ausreichend Sauerstoff in den K├Ârper gelangt, kommt es zu teils schwerer Atemnot. Beim klassischen Krankheitsverlauf berichten die Patienten zun├Ąchst vor allem ├╝ber st├Ąndig bestehenden Husten sowie ├╝ber einen mal st├Ąrker, mal schw├Ącher auftretenden Auswurf. Im sp├Ąteren Stadium ist das Atmen vor allem bei k├Ârperlicher Belastung stark erschwert. Weltweit gilt COPD als dritth├Ąufigste Todesursache; allein im Jahr 2012 sind ca. Millionen Menschen in allen Teilen der Erde an COPD verstorben. COPD ist nicht urs├Ąchlich behandelbar. Gleichzeitig l├Ąsst sich die Erkrankung in vielen F├Ąllen aber gut behandeln. Vor allem die Aufgabe des Rauchens kann hier ein wichtiger Schl├╝ssel sein. Mit Medikamente zum Inhalieren wird ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung mitunter gebremst.

COPD

Was ist COVID-19?

Die als "Corona" bezeichnete Erkrankung hei├čt medizinisch korrekt COVID-19 ("Corona Virus Disease 2019"). Ausgel├Âst durch das SARS-CoV-2-Virus ├Ąhnelt die Krankheit h├Ąufig zun├Ąchst einem grippalen Infekt oder einer Influenza (Virusgrippe). Zugleich erkranken einige Menschen ernsthaft am Coronavirus und haben mit schweren Verl├Ąufen zu k├Ąmpfen. Zu den bekanntesten Symptomen bei COVID-19 geh├Âren neben Fieber und Husten eine laufende oder verstopfte Nase, Muskel- und Halsschmerzen sowie - vor allem bei den fr├╝hen Virusvarianten - eine Ver├Ąnderung des Geruchs- und Geschmackssinns. Nach einer Infektion treten die Symptome meist innerhalb von drei bis f├╝nf Tagen auf. Zu den Komplikationen z├Ąhlen eine l├Ąnger anhaltende k├Ârperliche Schw├Ąche sowie Atemnot.

Was passiert bei einer COVID-19 Erkrankung in der Lunge?

Wie entsprechende Untersuchungen zeigen, kann eine COVID-19-Erkrankung im Falle eines schweren Verlaufs mit starken Vernarbungen des Lungengewebes einhergehen. Betroffene Patienten ben├Âtigen dann nicht nur zus├Ątzlichen Sauerstoff zur Unterst├╝tzung der Atemt├Ątigkeit, vielmehr kann es dem Vernehmen nach aufgrund der eingeschr├Ąnkten Lungenkapazit├Ąt auch zu l├Ąnger anhaltenden Problemen mit der k├Ârperlichen Fitness kommen.

Wieso ist der Schutz vor einer Corona-Infektion f├╝r COPD-Betroffene so wichtig?

Eine vorliegende chronisch-obstruktive Lungenerkrankung im hohen Alter kann im Zusammentreffen mit der Coronavirus-Infektion zu einem deutlich erh├Âhten Risiko f├╝r schwere Komplikationen f├╝hren oder sogar lebensbedrohliche Ausma├če annehmen. Der Schutz vor einer Corona-Infektion f├╝r COPD-Erkrankte ist deshalb besonders wichtig und sollte immer ernst genommen werden.

Sofern es in Ihrer Familie Menschen mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung gibt oder Sie selbst davon betroffen sind, ist die Einhaltung aller sinnvollen Hygienema├čnahmen daher unverzichtbar!

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Warum kann COPD das Risiko f├╝r Komplikationen erh├Âhen?

Corona Impfung

Kommt es durch COPD zu einer gest├Ârten Atmung mit vermehrter Atemarbeit, Atemnot oder Kurzatmigkeit (einer sogenannten Dyspnoe) sind die betroffenen Patienten sowohl physisch als auch psychisch und sozial beeintr├Ąchtigt. Diese Faktoren k├Ânnen dazu beitragen, im Falle einer COVID-19-Erkrankung, mit Komplikationen rechnen zu m├╝ssen.

Da das Coronavirus die unangenehme Eigenart hat, sich ├╝ber die Atemwege bis ins Lungengewebe ausbreiten zu k├Ânnen, kommt es hier zu einer besonders heiklen Situation.

Wichtige Verhaltensregeln beachten: So sch├╝tzen Sie sich als COPD-Erkrankter vor einer Infektion mit dem Coronavirus

Als Patient mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung sollten Sie alle sinnvollen und empfohlenen Hygienema├čnahmen einhalten. Neben regelm├Ą├čigem und gr├╝ndlichem H├Ąndewaschen ist vor allem das Gebot, unbedingt Abstand zu m├Âglicherweise an COVID-19 Erkrankten zu halten und klassische Infektionsquellen zu meiden. Au├čerdem sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt abstimmen, ob eine erweiterte oder zus├Ątzliche Medikation als Pr├Ąventivma├čnahme sinnvoll sein k├Ânnte.
Und: Setzen Sie bitte nie eigenm├Ąchtig die von Ihrem Arzt gegen COPD-Symptome verordneten Pr├Ąparate ab!

Wie lassen sich Corona-Symptome von denen einer COPD-Erkrankung unterscheiden?

W├Ąhrend bei chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen allgemeine Atemprobleme im Vordergrund stehen, geht eine Corona-Erkrankung in vielen F├Ąllen mit Erk├Ąltungssymptomen und h├Ąufig auch mit Fieber einher. Insofern l├Ąsst sich - vor allem zu Beginn der Coronavirus-Infektion - der Unterschied meist leicht ausmachen. Au├čerdem taucht COPD, anders als Corona, nicht spontan auf, sondern entwickelt sich eher in einem l├Ąngeren Prozess. Wenn Sie unsicher sind oder eine genaue Abkl├Ąrung der bei Ihnen vorhandenen Symptome w├╝nschen, sollten Sie z├╝gig Kontakt zu Ihrem Hausarzt aufnehmen.

Sollten sich COPD-Betroffene gegen Corona impfen lassen?

H├Ąufig wird Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung geraten, sich gegen Corona impfen zu lassen. Menschen mit bestehenden Lungenkrankheiten unterliegen n├Ąmlich einem erh├Âhtem Risiko, einen schwereren Verlauf nach der Infektion mit dem Coronavirus zu haben. In diesen F├Ąllen steigt - insbesondere bei ├Ąlteren Betroffenen - das Risiko einer Klinikeinweisung und die Gefahr lebensbedrohlicher Komplikationen. Gleichwohl sollte die Entscheidung, f├╝r oder gegen eine COVID-19-Impfung, immer nur nach einer gemeinsam, mit dem behandelnden Arzt getroffenen individuellen Risiko-Nutzen-Abw├Ągung getroffen werden. Auf diese Weise lassen sich m├Âgliche unerw├╝nschte Komplikationen im Vorfeld besprechen und es kann angemessen darauf reagiert werden.

Neben einer Impfung ist es f├╝r Betroffene zudem wichtig, sie bei der Entwicklung wirksamer Bew├Ąltigungsstrategien zu unterst├╝tzen, die der Kombination aus den physischen Folgen einer akuten oder ├╝berstandenen Corona-Erkrankung und den damit einhergehenden psychischen Belastungen entgegenwirken. Als Betroffener sollten Sie mit Ihrem Hausarzt oder dem Sie betreuenden Fachmediziner er├Ârtern, welche Strategien Ihnen helfen k├Ânnen, mit Dyspnoe-Erscheinungen im Zusammenhang einer COPD-/Covid-19-Erkrankung umzugehen.
Ziel muss es sein, bestehende Einschr├Ąnkungen zu kompensieren und zu lernen, mit den Auswirkungen der Krankheit fertig zu werden. Im Zentrum stehen dabei sowohl k├Ârperliche als auch psychologische und nicht zuletzt soziale Bew├Ąltigungsstrategien, die dem besonderen Bild einer Corona-Erkrankung bei COPD-Betroffenen gerecht werden.

Muss ich als COPD-Patient unbedingt eine Maske tragen?

Grunds├Ątzlich sind auch Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung an die Vorgaben hinsichtlich einer etwaigen Maskenpflicht in bestimmten Bereichen gebunden. W├Ąhrend manche Betroffene keine gr├Â├čeren Probleme mit dem Mund-Nasen-Schutz haben, bekommen andere vor allem hinter einer FFP 2-Maske nur sehr schwer Luft. Es wurde sogar schon davon berichtet, dass an COPD erkrankte Personen durch das Maskentragen in die Akutsituation einer Atemnot gekommen sind. Hier ist es wichtig, dass Sie Ihre eigenen Empfindungen beobachten und darauf R├╝cksicht nehmen.
Sprechen Sie gegebenenfalls mit Ihrem behandelnden Arzt und fragen Sie im Fall der F├Ąlle nach einem Attest zur Maskenbefreiung. Es ist nicht ratsam, Ihre eigene Gesundheit aus falsch verstandener R├╝cksichtnahme oder einem m├Âglicherweise in anderer Hinsicht riskanten Selbstschutz zu gef├Ąhrden! Beraten Sie auch dieses Thema mit Ihrem Arzt. So l├Ąsst sich bestimmt eine f├╝r Sie praktikable L├Âsung finden und der Schutz vor Corona sich mit Ihrem Bed├╝rfnis nach einer m├Âglichst freien Atmung verbinden.

Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschlie├člich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erw├Ąhnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollst├Ąndigkeit noch kann die Aktualit├Ąt, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenst├Ąndigen Diagnose und Beginn, ├änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens!

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