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Jodtabletten nicht einfach so nehmen

Jodtabletten nicht einfach so nehmen

Warum es nicht sinnvoll ist, jetzt Jodtabletten einzunehmen

Der russische Angriff auf die Ukraine schürt die Angst vor einem Atomkrieg oder einer nuklearen Katastrophe. Russische Truppen kontrollieren die Gebiete um die Atomkraftwerke Tschernobyl und Saporischschja. In Saporischschja - dem größten Atommeiler in Europa - ist es danach zu einem Brand gekommen. Viele ältere Menschen erinnern sich noch gut an den 26. April 1986, als nach einem Atomunfall in Tschernobyl eine radioaktive Wolke über ganz Europa zog.

Die aktuelle Unsicherheit hat dazu geführt, dass derzeit viele Menschen Jodtabletten kaufen wollen, um sich vor den Folgen einer atomaren Krise zu schützen. Auch die Apotheken sind alarmiert, nachdem die Nachfrage nach Jodtabletten in den letzten Wochen stark angestiegen ist.

Jodtabletten kaufen - als Schutz gegen einen atomaren Notfall?

Experten raten dringend davon ab, Jodtabletten zu kaufen, um sich gegen die Folgen einer atomaren Krise zu schützen. Aktuell gibt es keinen Anlass, vorbeugend Jodtabletten zu kaufen und vorbeugend gegen eine mögliche Strahlenbelastung einzunehmen. Handelsübliche Jodtabletten bieten im Krisenfall aufgrund ihrer niedrigen Dosierung keinen Strahlenschutz. Damit Jodtabletten die Schilddrüse vor radioaktiver Strahlung schützen können, muss für die Einnahme außerdem der richtige Zeitpunkt eingehalten werden. Wenn Sie Jodtabletten kaufen und verwenden, ohne dass es dafür einen medizinischen Grund und eine ärztliche Empfehlung gibt, müssen Sie im ungünstigsten Fall mit unerwünschten und zum Teil gefährlichen Jodtabletten-Nebenwirkungen rechnen.

Welche Funktion hat Jod im Körper?

Jod ist ein essenzielles Spurenelement, das für die menschliche Gesundheit unverzichtbar ist. Da der Körper nicht in der Lage ist, selbst Jod zu produzieren, muss es mit der Nahrung aufgenommen. Wichtige Jodlieferanten sind vor allem Fisch und Meeresfrüchte. Andere in Deutschland hergestellten Lebensmittel enthalten aufgrund des hierzulande geringen Jodgehalts der Böden und des Grundwassers nur wenig Jod. Um einem Jodmangel vorzubeugen, werden bei der Herstellung von Lebens- und Futtermitteln deshalb auch jodhaltige Mineralstoffmittel eingesetzt. Aufgrund der weiten Verbreitung von jodiertem Speisesalz wird Deutschland von der Weltgesundheitsorganisation heute nicht mehr als Jodmangelgebiet betrachtet.

Im menschlichen Körper wird Jod für den Aufbau der Schilddrüsenhormone benötigt, die Einfluss auf fast alle wichtigen Körperfunktionen nehmen. Beispielsweise sind sie an der Steuerung des Wachstums, verschiedener Stoffwechselfunktionen und der Entwicklung des zentralen Nervensystems beteiligt. Der Bedarf an Jod ist altersabhängig. Kinder und Jugendliche benötigen pro Tag zwischen 40 und 180 Mikrogramm des Mineralstoffs. Für Erwachsene bis zum 50. Lebensjahr werden 200 Mikrogramm empfohlen, im höheren Alter reichen 180 Milligramm. Schwangere und stillende Mütter haben einen erhöhten Jodbedarf. Bei einem dauerhaften Jodmangel kann es zu einer Unterfunktion der Schilddrüse kommen, die sich durch einen sogenannten Kropf (Struma) bemerkbar macht. Bei Kindern kann ein ausgeprägter Jodmangel der Mutter in der Schwangerschaft zu Wachstumsstörungen oder Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung führen.

Wann sind Jodtabletten medizinisch induziert?

Medizinisch sinnvoll ist die Einnahme von Jodtabletten, wenn vom Arzt eine Unterfunktion der Schilddrüse diagnostiziert wurde oder die Jodtabletten prophylaktisch eingenommen werden sollen, um einem Jodmangel vorzubeugen. Sinnvoll ist eine vorbeugende Einnahme von Jodtabletten in Absprache mit dem Arzt vor allem in der Schwangerschaft und Stillzeit. Als Wirkstoff enthalten Jodtabletten Kaliumjodid. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 150 bis 200 Mikrogramm. Ob es sinnvoll ist, Jodtabletten zu kaufen und zu verwenden, sollten Sie ebenso wie die individuelle Dosierung vorab jedoch mit Ihrem Arzt besprechen.

Wie wirken Jodtabletten bei einem atomaren Krisenfall?

Bei guter Jodversorgung ist die Schilddrüse in der Lage, rund zehn Milligramm Jod zu speichern. Der Jodbedarf des Körpers wird hierdurch für drei bis sechs Monate gedeckt. Bei einer sogenannten Jodblockade wird dieser Speichermechanismus ausgenutzt.

Bei einem atomaren Krisenfall wird neben anderen strahlenden Substanzen Radioaktivität-Jod-131 freigesetzt. Wenn es mit der Nahrung, dem Wasser oder der Atemluft in den Körper eindringt, wird es in der Schilddrüse eingelagert und setzt dort über einen längeren Zeitraum radioaktive Strahlung frei. Bei einer Aufnahme von sehr hohen Dosen Radioaktivität-Jod kann es zu Zerstörungen des Schilddrüsengewebes kommen. Geringere Dosen Radioaktivität-Jod können zu Mutationen in den Schilddrüsenzellen führen, durch die sich das Risiko einer Schilddrüsenerkrankung altersabhängig signifikant erhöht.

Durch die Jodblockade wird die Speicherung von Radioaktivität-Jod in der Schilddrüse effektiv verhindert. Sie wird herbeigeführt, indem rechtzeitig natürliches, nicht radioaktives Jod in Form von Jodtabletten eingenommen wird. Sie verhindert, dass Radioaktivität-Jod durch die Schilddrüsen aufgenommen und dort gespeichert werden kann. Um die Jodblockade auszulösen, sind Jodtabletten mit sehr hohen Einzeldosen nötig. Wenn Sie in der Apotheke Jodtabletten kaufen, erhalten Sie ein niedrig dosiertes Präparat mit einem Wirkstoffanteil von bis zu 200 Mikrogramm Jod. Jodtabletten für die Jodblockade enthalten die 100- bis 1.000-fache Menge. Diese Jodtabletten enthalten zwischen 12,5 und 100 Milligramm reines Jod. Den Ausschlag für die Dosierung dieser Jodtabletten gibt das Lebensalter.

Jodtabletten gegen Radioaktivität - wann müssen sie eingenommen werden?

Jodtabletten wann nehmen

Eine Jodblockade mit Jodtabletten wurde erstmals nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl vorgenommen, ihre Wirksamkeit wurde später in verschiedenen Studien nachgewiesen. Auch nach dem Atomunfall im japanischen Fukushima kamen hochdosierte Jodtabletten zum Einsatz. Hierdurch ist heute auch in sehr exakter Form bekannt, wann Jod gegen die Schilddrüse-Belastungen durch Radioaktivität eingenommen werden muss.

Bei richtiger Einnahme ist die Jodblockade in der Lage, 95 Prozent der Aufnahme von radioaktivem Jod zu verhindern. Entscheidend dafür ist, dass das hochdosierte Jod rechtzeitig vor dem Eintritt der Strahlenbelastung oder unmittelbar danach eingenommen wird. Wenn sich radioaktives Jod in der Schilddrüse eingelagert hat, bleibt die Jodblockade wirkungslos. Sowohl die Speicherung von natürlichem Jod als auch von Radioaktivität-Jod in den Schilddrüsenzellen geht anfangs in sehr schnellem Tempo vor sich. Optimal ist, wenn Jod gegen die Schilddrüse-Belastung durch Radioaktivität bereits kurze Zeit vor dem ersten Kontakt mit Radioaktivität-Jod eingenommen werden kann. Auch in den ersten Stunden nach der Aufnahme des radioaktiven Stoffes wird jedoch noch eine Reduktion der Speicherung erzielt.

Hier sind die folgenden Richtwerte von Bedeutung: Zwei Stunden nach der Aufnahme von Jod-131 wird die Speicherung noch bis zu 80 Prozent vermindert. Nach sechs bis acht Stunden wird sie um 20 bis 40 Prozent reduziert. Wenn die Jodblockade dagegen erst nach 24 Stunden oder später vorgenommen wird, kann sie die Schilddrüse nicht mehr vor der Strahlenbelastung schützen und sogar einen gegenteiligen Effekt entfalten. Die Verweildauer der radioaktiven Isotope im Körper kann sich dann sogar verlängern. Hochdosierte Jodtabletten für die Schilddrüse sollten daher 24 Stunden nach der radioaktiven Belastung nicht mehr eingenommen werden.

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Wie bekomme ich in einer nuklearen Krise hoch dosierte Jodtabletten?

Die hoch dosierten Jodtabletten für die Schilddrüse in einem nuklearen Krisenfall werden durch das Bundesamt für Strahlenschutz verwaltet. Für nukleare Notfälle hält die Bundesregierung insgesamt 189,5 Millionen hoch dosierte Jodtabletten für die Schilddrüse bereit. Sie werden an die Bundesländer verteilt und in den Kommunen aufbewahrt, so dass im Ernstfall eine schnelle Verteilung möglich ist. Zuständig dafür sind die Katastrophenschutzbehörden. Wenn radioaktives Jod durch die Luft in eine bestimmte Region gelangt, entscheiden zahlreiche Faktoren darüber, wer davon betroffen ist. Für das Vorgehen der Behörden sind die Menge des Radioaktivität-Jod, die Entfernung von seiner Quelle sowie die Wetterverhältnisse entscheidend.

Beispielsweise würden bei einem schweren Reaktorunfall im Umkreis von 100 Kilometern um den Unfallort hochdosierte Jodtabletten für die Schilddrüse an die Bevölkerung verteilt. Ausgenommen von der Verteilung sind Personen im Alter über 45 Jahre, da für diesen Personenkreis das Risiko der Tabletteneinnahme größer ist als der Nutzen durch die Einnahme von Jod gegen die Schilddrüse-Belastung. Die Verteilung der Jodtabletten würde beispielsweise über Apotheken, Rathäuser, Feuerwehrwachen und andere zentrale Punkte in der jeweiligen Region erfolgen. Kinder und Jugendliche sowie Schwangere und ihre ungeborenen Kinder sind durch die Aufnahme von radioaktivem Jod besonders stark gefährdet. Bei einem nuklearen Notfall würden sie bundesweit Zugang zu hochdosiertem Jod erhalten.

Die Kapazitäten und die Verteilungsprozeduren reichen aus, um - falls erforderlich - die gesamte Bevölkerung der Bundesrepublik kurzfristig mit hochdosierten Jodtabletten für die Schilddrüse zu versorgen. Diese Jodtabletten kaufen können Sie dagegen nicht.

Welche unerwünschten Jodtabletten-Nebenwirkungen gibt es?

Jodtabletten kaufen und verwenden viele Menschen - normalerweise jedoch aus medizinischen Gründen und unter ärztlicher Kontrolle. Falls Sie Jodtabletten kaufen und ohne ärztliche Empfehlung und Beratung zu sich nehmen, kann dies zu unerwünschten Jodtabletten-Nebenwirkungen und ernsten gesundheitlichen Risiken führen. Zu den möglichen Jodtabletten-Nebenwirkungen gehört, dass eine bisher nicht bemerkte Überfunktion der Schilddrüse - die sogenannte Hyperthyreose - durch eine hohe Jodzufuhr aktiviert wird. Im ungünstigsten Fall kann es hierdurch zu einem akuten Herz-Kreislauf-Versagen kommen. Aus diesem Grund werden Jodtabletten auch bei einem nuklearen Notfall an Menschen im Alter über 45 Jahren nicht mehr ausgegeben, da das Risiko gefährlicher Jodtabletten-Nebenwirkungen bei ihnen deutlich höher ist als in jüngeren Jahren.

Jodtabletten kaufen - kein sinnvoller Schutz gegen den nuklearen Ernstfall

Jodtabletten kaufen, um sich vor einer möglichen nuklearen Gefährdung zu schützen, sollten Sie auf keinen Fall. Hoch dosiertes Jod wird im Krisenfall durch die Katastrophenschutzbehörden zeitnah und flächendeckend an die Bevölkerung verteilt. Wenn Sie Jodtabletten in der Apotheke kaufen, erwerben Sie damit ein Produkt mit einer medizinisch relevanten Dosis. Eine Jodblockade lässt sich mit diesen Jodtabletten nicht bewirken. Hoch dosierte Jodtabletten schützen die Schilddrüse gegen Strahlenbelastungen durch Radioaktivität-Jod zudem nur, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt eingenommen werden. Zudem kann auch eine nicht medizinisch induzierte Einnahme von apothekenüblichen Präparaten zu Fehldosierungen und unerwünschten oder sogar gefährlichen Nebenwirkungen führen - diesen Umstand sollten Sie auch dann bedenken, wenn Sie Jodtabletten kaufen, ohne dass dafür eine medizinische Begründung vorliegt.

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